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  1. #1
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    Standard Robomow -Automatische Rasenmaeher

    Sag mal was haltet ihr denn von so einem Rasenmaeher? http://www.friendlyrobotics.de/videos/robomow/

    Ob die Werbung das halten kann was sie verspricht. Ich finde es ja schon cool, wenn ich mir keiner gedanken mehr um meinen Rasen machen muesste. Der Verschnitt muss nicht ensorgt werden und mit Strom funktioniert er auch. Die Highend Version laedt sich sogar automatisch an der ladestation auf. Klar ist das ding kein Schnaeppchen. Mich wuerde mal interessieren ob es irgendwo ein Test oder Erfahrungen zu so einen Rasenmaeher gibt?

    Ob man das Ding in IPS integrieren kann?

  2. #2
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    Hallo großermanitu,

    mein ehemaliger Chef (ein absoluter Roboter-Freak) hatte noch die Vorgängerversion von dem im Film gezeigten Robomow. Und ich kann das Ding nicht wirklich empfehlen aus folgenden Gründen:

    - Der Mäher ist ein Mulchmäher also nur für eh schon kurzes Gras geeignet. Sobald die Graslänge mal mehr als 5cm beträgt oder naß ist gibt es Probleme da das "Mulchen" nicht mehr richtig funktioniert, oder sich sogar das Gras im Mäher frißt.

    - Der Robomow fährt geradeaus bis er auf ein Hindernis (oder den Begrenzungsdraht) trifft, dann dreht er um und fährt in einem bestimmten Winkel (ich glaube es waren ca. 30 Grad, bin mir aber nicht mehr sicher) weiter. D.h. wenn der Mäher längere Zeit seinen Dienst verrichtet, fährt er über manche Stellen 20 mal und öfter, während andere Flecken nie getroffen werden. Es bleiben also Grasinseln, die von Hand nachbearbeitet werden müssen. Zumindest der alte Robomow hatte eine Art Kabel-Fernbedienung mit der man den Mäher von Hand an solche Stellen hin dirigieren konnte. Sieht zwar elegant aus wenn man seinen Mäher an der Leine "gassi führt", aber mit der eigentlichen Intention des Robomow (autonomes Rasenmähen) hat das nur noch wenig zu tun. Bei einem exact quadratischen oder rechteckigen Garten mag es noch einigermaßen funktionieren, aber sobald das nicht gegeben ist, ist das Chaos vorprogrammiert.

    - Das Ding ist zu teuer für das was es kann.

    Und was mir ein völliges Rätsel ist: Wie willst Du den Mäher an IPS anbinden? Meines wissens wird der Fahrweg ja nicht einprogrammiert, sondern eine Drahtschleife begrenzt den Aktionsradius des Mähers. Und Rückmeldung gibt es vom Mäher soweit ich informiert bin auch keine. Das einzige was ich mir vorstellen könnte, ist den Ladezustand zu überwachen. Aber hierzu wäre eine Schnittstelle an der Ladestation nötig. Und ob die vorhanden ist, weis ich nicht.

    Aber eines muß ich doch zugeben. Cool aussehn tut das schon, wenn der Mäher alleine seine Bahnen zieht.

    Gruß Eddi
    Geändert von steiner (14.08.09 um 15:12 Uhr)

  3. #3
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    Zitat Zitat von grossermanitu Beitrag anzeigen
    Sag mal was haltet ihr denn von so einem Rasenmaeher?
    Das ist erst der Anfang. Z.Zt. eigentlich mehr für das Roboter &Co.
    Ich kann mir vorstellen, wenn Steuerungsmöglichkeiten wie beim Microcopter (Lage, Position, Winkel, Schnitthöhe, Beschleunigung bzw. Geschwindigkeit) entwickelt werden, läßt sich das über IPS zum flächendecken Mähroboter ausbauen. Aber dafür braucht man nur ein Chassis mit den entsprechenden Schnittstellen.
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass diese Firma z.Zt. daran Interesse hat.
    Viele Grüße Rainer
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  4. #4
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    Hallo,

    es gibt Traktoren die fahren automatisch Felder ab.

    Da sollte ein kleiner Mäher mit "IPS-Mobil" und GPS doch kein Problem sein, oder??... -))


    Gruß
    Christian

  5. #5
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    Also mein Vater hat einen Friendly Robotics und der funktioniert einwandfrei. Das System wie er mäht ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, erst wenn man ihn 2 Stunden beobachtet, kann man die Logik erkennen: Er mäht in schrägen Bahnen an einer Stelle, fährt dann woanders hin und mäht dort weiter. Nach dieser Zeit hat sich das von den Rädern plattgelegte Gras wieder aufgerichtet und dann er fährt zielstrebig über die gleiche Stelle, allerdings in einem anderen Winkel. Das Ergebnis ist einwandfrei, sogar hier in der Eifel, wo es ziemlich hügelig ist und das Grundstück von meinem Vater ist wirklich ziemlich "unlogisch" ... also nicht schön rechteckig. Die erwähnten "Inseln zum nachmähen" entstehen nur, wenn man ihn ungeduldig zu früh von der Wiese holt.

    Nachteile: Er braucht relativ viel Strom für das Nachladen der Akkus und das Gras darf nicht zu hoch sein. Im Frühsommer fährt er ca. alle 3 Tage, später reicht einmal in der Woche. Wird das Gras höher (z.B. nach dem Urlaub), kommt ein normaler Mäher zum Einsatz.

  6. #6
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    Hallo Christian,

    ich habe mich schon vor längerer Zeit intensiv mit Industrierobotern und auch mit Fahrerlosen (Autonomen) Fahrzeugen wie FTS beschäftigt.

    Richtig ist, daß die Computertechnik immer stärker voranschreitet, so daß es wohl schon jetzt möglich wäre z.B. eine automatischen Schnitthöhen-erkennung bzw. -Anpassung, Kollisionserkennung ... zu realisieren. Aber das ist etwas für die Bastler und Entwickler in diesem Forum (ich beteilige mich gerne daran wenn es ums Schrauben oder Zusammentragen von Ideen geht). Das größte Problem stellt aber nach wie vor die Navigation des Mähers dar.

    GPS ist ganz klar zu ungenau. Ein normales GPS hat eine Genauigkeit von ca. 10 Metern. Selbst mit Referenzpunkten, neuen Empfängergenerationen und anderen rechnerischen Tricks, läßt sich die Unschärfe meines wissens in Europa auf max. 1-2 Meter herunterrechnen. Das mag für einen autonomen Traktor in der Landwirtschaft ausreichen, aber nicht um in einem Garten Gras zu mähen. Oder willst Du das Blumenbeet gleich mit abmähen?

    Ähnliche Probleme kennt die Industrie auch bei den "Servicerobotern" die in Altenheimen, Krankenhäusern, Büros, ... Akten, Essen, Gerätschaften, ... zu bestimmten Zielen bringen sollen. Hier arbeitet man entweder mit Magnetstreifen, Induktionsschleifen, oder fest programmierten Wegen. Erste Versuche gibt es auch mit verschiedenen Sendern die mit dem Fahrzeug kommunizieren; über die Laufzeit des Signals wird die Entfernung der Sender und damit die Lage im Raum errechnet. Das funktioniert, bisher aber nur innerhalb von Gebäuden einigermaßen zuverläßig.

    Für einen Mähroboter wären (ähnlich wie beim Microcopter) viele verschiedene Systeme unter einen Hut zu bringen. Z.B.:
    - ein Kompaß für die Fahrtrichtungserkennung und Orientierung im Gelände
    - ein Ultraschall-Entfernungsmesser für die Kollisionserkennung
    - evtl. ein zusätzlicher Abschaltmechanismus falls der US-Empfänger mal nicht funktioniert
    - evtl. ein Weggeber an jeder Achse um Entfernungen zu messen und z.B. bei nassem Gras oder Kurvenfahrten die Wegstrecke zuverlässig zu erkennen
    - eine Sende- und Empfangseinheit für die Programmierung und Datenaustausch z.B. mit IPS
    - eine Möglichkeit einen 2-D Geländeplan zu hinterlegen
    - eine Erkennungsmöglichkeit für Referenzmarken, damit der Robi auch weis wo er sich gerade befindet
    - evtl. GPS mit entsprechender Genauigkeit zur Unterstützung
    - ein Mini-PC als Schalt- und Kommunikationszentrale auf dem Robi

    und wenn ich noch lange weiterüberlege fallen mir sicher noch weitere Dinge ein.

    Übrigens hat der oben erwähnte Robomow noch ein weiteres Problem wenn es im Garten eine flaschenhalsförmige Engstelle gibt. Dann findet der Robi dort nicht hinein oder aber nicht wieder heraus. (Habe das selbst mehrfach gesehen wie der Chef seinen Robomow mit der Kabel-Fernbedienung wieder heraus oder dort hinein dirigieren mußte).

    Aber nur so als Anregung: warum nicht zunächst mal mit kleinen Schritten anfangen. Es müßte doch möglich sein einen Robomow zu entwickeln, der ähnlich wie der Microcopter per Funk-Fernsteuerung durch den Garten dirigiert werden kann. Dieser Funk-Mäher könnte dann Zug um Zug mit diversen Sensoren erweitert werden (Hinderniserkennung, Autonomes Fahren bis zum erkennen eines Hindernisses, ...) bis er schließlich doch völlig autonom durch die Gegend fährt. .... Träum....

    Und noch ein kleiner Tip für die Bastler im IPS-Forum:

    Die Firma Parallax hat da eine "Basic-Stamp" einen Microcontroller im Briefmarken-Format mit dem schon einige Roboterprojekte entwickelt wurden, was in diesem Zusammenhang weiter helfen könnte. (näheres unter parallax.com) Leider ist sämtliche Doku dazu nur in Englisch vorhanden. Diese ist aber sehr umfangreich und auch für Anfänger gut verständlich erklärt. Die Dinger werden teilweise sogar im Schulunterricht eingesetzt.

    In diesem Sinne viel Spaß beim Tüfteln und Entwickeln.

    Gruß Eddi
    Geändert von steiner (14.08.09 um 15:13 Uhr)

  7. #7
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    Hallo Eddi,

    der Beitrag hat mich zum nachdenken gebracht.

    Eigentlich war mein Posting nicht so ganz ernst gemeint. -))

    Aber je mehr ich drüber nachdenke umso besser gefällt mir die Idee. Schließlich wird der Garten auch automatisch bewässert.

    Ich hatte vor langer (ganz langer) Zeit in TV mal ein Bericht über Automatisierung in der Landwirtschaft gesehen. Dort ging es um riesige Felder die gemäht werden mussten. Da fuhr nicht nur ein Tregger, die Koordinierung ging ua. über GPS genaues weiß ich auch nicht mehr. Vermutlich wurden auch mit Hilfe von Kameras Navigiert. Wenn der Trecker am Ende vom Feld ankam, drehte er und hat mit minimaler Überlappung sein mähen fortgesetzt.
    Und IPS-Mäh braucht also eine Kamera. Im Netz gibt es einige Seiten die sind mit Robos befassen, da lässt sich bestimmt was abschauen.

    Da GPS alleine nicht reicht ist klar. Wir sind oft mit unseren GPS unterwegs (Goecaching) da gibt es teilweise schon sehr große Abweichungen.

    Wie machen es die Vermesser, diese Systeme müssen sehr genau sein?

    Gruß
    Christian

  8. #8
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    Zitat Zitat von Hamerheat Beitrag anzeigen
    Wie machen es die Vermesser, diese Systeme müssen sehr genau sein?
    In einem Bericht über das geplante europäische Galileo wurde eine Genauigkeit von kleiner 2cm mit Hilfe von einfachen Referenzsendern genannt. Als mögliche Anwendung wurde hierfür die Landwirtschaft erwähnt.

    Gruß
    Dieter
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  9. #9
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    Galileo, wenn es denn wirklich mal irgendwann kommt, wird Lizenzen verkaufen und in deren Spitzenprodukt obendrein eine monatliche Gebühr kosten. Aus diesem Grund sind wir in der Firma bei GPS geblieben auch wenn in Kriesenzeiten so eine Ortung mal mitten aus der Elbe oder Nordsee kommt...

    Die 2cm Genauigkeit dürfte für den Privatmann absolut unerschwinglich sein.


    Toni

  10. #10
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    Schließlich wird der Garten auch automatisch bewässert.
    Spaßvogel an: Dann gib dem Rasen kein Wasser mehr ... so erledigt sich das Problem mit dem Mähen von selber

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