+ Antworten
Seite 1 von 2 1 2 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 15
  1. #1
    Registriert seit
    Feb 2005
    Ort
    Sarkwitz
    Beiträge
    3,673

    Thumbs up Praxis – LAN (XPORT) für die FHZ (quick and dirty)

    Das folgende Beispiel zeigt, wie man eine FHZ 1000 PC auf einen LAN Anschluss umrüstet; der USB Anschluss fällt dabei weg.
    Die FHZ kann dadurch über ein LAN-Kabel in einem Nebengebäude betrieben werden.

    Vorraussetzung:
    Elektronikgrundkenntnisse, Lötkolben und eine „Bastelecke mit Zubehör“.
    Bei Unklarheiten bitte hier posten! Ich werde dann bestimmte Dinge detaillierter beschreiben.

    Hinweis:
    Für die Richtigkeit dieser Hinweise wird keine Haftung übernommen!
    Die Garantieansprüche der FHZ erlöschen ebenfalls!

    Bezugsquelle:
    http://www.segor.de / 65.00 EUR

    Lösung:

    Hardware:
    Die Platine wird aus dem Gehäuse ausgebaut.
    Anschließend werden die beiden Leiterbahnen, die vom PIC (Pin 7-RX und 8-TX) zum
    zum FTDI Baustein führen durchtrennt (siehe Bild XPORT_1 / roter Pfeil).
    An Pin 7 und 8 wird zusätzlich etwas Lötstopplack abgekratzt und zwei Schaltdrähte angelötet.
    Nun werden 8 Löcher in die Platine für den XPORT gebohrt, dieser eingesetzt und die
    Beinchen etwas auf der Lötseite zur Seite gebogen, weil leider die Lötpads fehlen (quick and dirty).
    Pin 4 / Data Out ist mit Pin 7-RX und Pin 5 / Data IN ist mit Pin 8-TX zu verbinden.
    An PIN 3 / RESET ist ein 4k7 Pull-Up Widerstand einzulöten und zum Schluss ein 3,3 V
    Spannungsregler z.B. LD33V / LM3949 einzulöten. Die Eingangsspannung holen wir uns hinter
    der Sicherung SI1. Zur Spannungsversorgung verwenden wir ein stabilisiertes 5V / 300mA Steckernetzteil und
    „missbrauchen“ den überflüssigen USB-Stecker als Versorgungsbuchse.
    Für den ersten Test sollte ggf. ein Netzteil mit Strombegrenzung (220mA) verwendet werden.
    Nach Anlegen der Spannung begrüßt uns der XPORT mit einem freudigen Blinken.
    Dann können wir mit einer Feile eine Aussparung für den XPORT in das Gehäuse designen.
    Die beiden Gehäusehälften lassen sich nicht mehr verschieben wir haben jetzt einen „Schnappverschluss“.


    Software:
    Wir benötigen zunächst die aktuelle Version des „DeviceInstaller“ (April 2005: V3.6).
    (http://www.lantronix.com > Customer Support)
    Mit ihm vergeben wir dem XPORT seine IP-Adresse (Assign IP) und stellen
    die Settings auf 9600,N,1 / Port: 10001 (siehe Bild: xport_installer).
    In IP-Symcon fügen wir nun noch ein I/O Modul „COM Port“ hinzu und geben unter Settings / COM LAN
    die gewählte IP-Adresse und den Port an. Anschließend drücken wir den Status-Button,
    sodass in rot „Connected” erscheint - wird der XPORT gefunden, wechselt die Farbe zu grün und unser Umbau war erfolgreich.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	xport_1.jpg 
Hits:	1542 
Größe:	149.6 KB 
ID:	37   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	xport_ub.jpg 
Hits:	1392 
Größe:	15.3 KB 
ID:	39   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	xport_loet.jpg 
Hits:	1343 
Größe:	17.7 KB 
ID:	40   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	xport_fertig.jpg 
Hits:	1248 
Größe:	6.8 KB 
ID:	41   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	xport_installer.jpg 
Hits:	1555 
Größe:	66.0 KB 
ID:	42  

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	xport_comlan.jpg 
Hits:	1369 
Größe:	29.4 KB 
ID:	43  
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von steiner (24.04.05 um 17:54 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    289

    Hallo

    Ich bin gerade dabei die Bauteile für die Umrüstung auf Xport zu bestellen. Im Text finde ich nur zwei Teile. (Spannungswandler und Widerstand) Auf dem zweiten Bild sehe ich aber noch 2 Kondensatoren. Könntet Ihr bitte die vollständige Materialliste posten? Oder braucht es nicht mehr.

    Danke und Gruss Remo

  3. #3
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    2,238

    Alternativ verwende ich den c't Com2Lan Bausatz mit integrierter Spannungsversorgung (aus c't 13/04). Damit kann man dann auch noch die FHZ1000PC versorgen und braucht nur die aufgetrennten Leitungen nach aussen führen. Macht man das steckbar, dann kann man auch über Jumper wieder den "funktionalen Originalzustand" herstellen, sprich wieder USB anschliessen. Die Garantie ist freilich so oder so weg.

    Das Ganze geht bei mir auch mit dem ELV-Wetterempfänger..

    Tommi

  4. #4
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    289

    Hai Tommi

    Danke für den Tipp. Dann werde ich mir diesen Bausatz auch noch zulegen. Den Xport habe ich schon. So wie es aussieht gibt es tausend Wege um 3 Stockwerke tiefer Empfang zu schaffen :-)

    gruss remo

  5. #5
    Registriert seit
    May 2005
    Ort
    Leipzig
    Beiträge
    3,964

    Hallo tommi,

    Zitat Zitat von tommi
    Alternativ verwende ich den c't Com2Lan Bausatz mit integrierter Spannungsversorgung (aus c't 13/04). Damit kann man dann auch noch die FHZ1000PC versorgen und braucht nur die aufgetrennten Leitungen nach aussen führen. Macht man das steckbar, dann kann man auch über Jumper wieder den "funktionalen Originalzustand" herstellen, sprich wieder USB anschliessen. Die Garantie ist freilich so oder so weg.

    Das Ganze geht bei mir auch mit dem ELV-Wetterempfänger..

    Tommi
    kannst Du das ganze naeher beschreiben, die c´t habe ich leider nicht.

    Gruss Torro

  6. #6
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    2,238

    Die Konstruktion mit dem ELV-Wetterempfänger kann man sich unter http://wetter.tdressler.net/wetter_projekte.html auf meiner Projekte-Webseite ansehen. Links ist der XPort-A-Modul Bausatz, den man bei Segor (www.segor.de) bestellen kann. Man erkennt die hochstehende Schnittstelle(Connector) zum B-Modul, die schlicht die Leitungen des XPorts sowie 3,3V und 5V nach aussen führt. Wenn man jetzt die RX+TX-Leitungen der FHZ1000PC wie von MST beschrieben auftrennt und auf eine Jumperbox führt, kann man diese entweder wieder kurzschliessen oder eben 1:1 zum XPort führen. Bei der Gelegenheit kann man von dem XPort -Connector auch die benötigten 5V anzapfen und ebenfalls über die Jumperbox in die FHZ1000PC einspeisen.
    Wenn ich am Wochenende dazu komme, kann ich das bei Bedarf auch mal aufmalen.

    Tommi

  7. #7
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    289

    Hallo

    Das sieht alles sehr interessant aus. Ich möchte einfach nochmal kurz auf meine Ursprungsfrage zurückkommen. Hat jemand den von Steiner vorgeschlagenen Umbau gemacht? Was für Teile braucht es zusätzlich zum Xport und der FHZ? Im Text sind nur zwei erwähnt. Auf dem kleinen Bild sehe ich noch zusätzliche Kondensatoren. Und im gezeichneten Schema sehe ich noch mehr Teile. Ich bin überhaupt kein Lötathlet, habe aber solch einen an der Hand. Und der wurde anhand der Beschreibung auch nicht genug schlau, um daraus eine Teile-Bestell-Liste ableiten zu können.

    Gruss und Dank Remo

  8. #8
    Registriert seit
    Feb 2005
    Ort
    Sarkwitz
    Beiträge
    3,673

    Hallo Remo,

    die Bauteile für den LM3940 sind oben angegeben: 470µF und 100nF.
    Für denjenigen, der noch nie einen 78xx Spannungsregler aufgebaut haut,
    sollt diesen Umbau nicht wagen…

    Gruß MST
    Geändert von steiner (02.09.05 um 09:41 Uhr)

  9. #9
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    289

    ok, danke für die Info's. Ich kläre mal ab, ob "er" sich damit auskennt. Ich habe eh keine Ahnung.

    gruss remo

  10. #10
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    2,238

    Wie versprochen hier meine Variante mit dem Com2Lan-Bausatz.
    Für den ELV-Wettersensor-Empfänger:
    Daten:
    Verbinde Pin 3 vom Empfänger-Prozessor mit Pin7 von Portleiste 5(P5) am Com2Lan.
    Spannungsversorgung:
    Verbinde Lötstift + am Empfänger mit Pin1 an P5
    Verbinde Lötstift - am Empfänger mit Pin2 an P5

    Für die FHZ1000PC:
    Verbinde Pin7 am Pic mit Pin5 an P5 auf Com2lan
    Verbinde Pin8 am Pic mit Pin7 an P5 auf Com2lan
    Durchtrenne die vorhandene Leiterbahn zum FTDI-Chip für diese Pins.
    Spannungsversorgung:
    Verbinde Si1(+) auf Platine mit Pin1 an P5
    Verbinde Minusseite vom Elko neben der Sicherung mit Pin2 an P5


    Die Datenkabel sollten so kurz wie möglich sein. Schon mit 10cm mehr Kabel kaum kein sauberes Signal mehr an. Die FHZ1000PC sollte aber schon etwas Abstand zum Com2Lan haben, weil sonst der Empfang miserabel ist.
    Übrigens stört die FHZ1000PC andererseits auch einen direkt danebenliegenden WS2500PC-Empfänger.
    Tommi
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Wettersensor_am_xport.jpg 
Hits:	1321 
Größe:	127.5 KB 
ID:	233   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	FHZ1000PC_am_Xport.jpg 
Hits:	1329 
Größe:	151.9 KB 
ID:	234