Vollautomatisierte Heizungs- & Energieoptimierung
Objekt
- Produktionsbetrieb
- Altlengbach bei Wien
- Fertigstellung 2024
- 8 Gebäude/Hallen
Hardware
- 39x HM eTRV-Stellmotoren
- 35x HM WTH, BWTH Thermostate
- 1x HM DRSI4 Schaltkontakt
- 1x Allnet ALL3500 Zentrale
Symcon-Produkte
- Symcon (VMware Server)
- WebFront
- IPSView
- Homematic Extended Modul
Worum ging es?
Das Ziel dieses Projekts ist die Reduktion des Gasverbrauchs und die Modernisierung der Gebäudetechnik bei gleichbleibendem Raumkomfort. Die bisherige manuelle Steuerung wird durch eine zentrale, vollautomatische Heizlogik ersetzt, die flexibel auf Werktage, Feiertage und Betriebsstillstände reagiert. Zusätzlich wird die Energieeffizienz durch die Einbindung von Klimageräten gesteigert, welche überschüssigen PV-Strom zur Vorheizung nutzen. Dies ermöglicht eine Umstellung von dezentralen Eingriffen auf ein effizientes, zentral überwachtes Gesamtsystem.
Welche Systeme wurden verwendet?
Die technische Basis der Gebäudeautomation bildet ein flächendeckendes Funknetzwerk, das durch fünf Homematic CCU3-Einheiten und zwei Access Points realisiert wird und die Kommunikation im gesamten Objekt sicherstellt. Für die präzise Temperaturregelung auf Raumebene kommen Wandthermostate (WTH, BWTH) zum Einsatz, die direkt mit den elektronischen eTRV-Stellmotoren an den Heizkörpern korrespondieren. In den größeren Hallenbereichen übernehmen DRSI4-Schaltaktoren die Ansteuerung der Heizlüfter und Außengeräte.
Die Wärmeerzeugung ist direkt mit den Verbrauchern gekoppelt: Der zentrale Gasheizkessel samt Pumpen wird über ein Allnet ALL3500-Gateway geregelt, während die Gastherme der separaten Abteilung über einen eigenen HmIP-FSM Schaltaktor eingebunden ist. Beide Wärmequellen aktivieren sich nur, wenn durch die Thermostate ein tatsächlicher Bedarf gemeldet wird. Zur energetischen Optimierung wurden zudem 15 Klimainverter über Tasmota-IR-Bridges hardwareseitig integriert, was eine elektrische Vorheizung über PV-Strom ermöglicht. Ergänzend überwachen Türkontakte die Rolltore und unterbrechen bei Öffnung sofort den Betrieb der betroffenen Heizlüfter, um Energieverluste zu minimieren.
Wie wurde Symcon verwendet?
Symcon fungiert als zentrale „Gehirn“ der Gebäudeautomation auf einem VMware-Server und verknüpft als übergeordnete Middleware die unterschiedlichen Hardware-Systeme (Homematic, Allnet, Tasmota). Durch ein alle fünf Minuten laufendes Raumüberwachungsskript wertet es kontinuierlich den Wärmebedarf aus und steuert daraufhin vollautomatisch die Gaskessel und Klimageräte an, sodass Energie nur bei tatsächlichem Bedarf verbraucht wird. Zudem dient Symcon als Basis für die Visualisierung (IPSView, WebFront) und setzt komplexe Logiken um, wie etwa die PV-optimierte Vorheizung über Klimaanlagen oder die Sicherheitsabschaltung bei offenen Rolltoren.
Fazit
Die energetische Modernisierung führte zu einer signifikanten Reduktion des Gasverbrauchs um 50 Prozent, ohne dabei den Raumkomfort für die Mitarbeiter zu beeinträchtigen. Durch den nun zu 100 Prozent automatisierten Betrieb von Heizung, Pumpen und Klimaanlagen – inklusive einer PV-optimierten Vorheizung – arbeitet die Gebäudetechnik hocheffizient und eigenständig. Die zentrale Visualisierung über IPSView schafft dabei maximale Transparenz, indem sie alle relevanten Parameter wie Temperaturen, Sollwerte oder Störungen bündelt. Dies resultiert in einer nachhaltigen Entlastung der Haustechnik, deren Aufgabengebiet sich von manuellen Eingriffen auf die reine Überwachung des Systems verlagert hat.
| Projekt-Link | Zum Projekt |
| Integrator | Set-Up IT-Technik |
| Ort | 3053 Laaben |
| office@edv-setup.at | |
| Telefon | +43 676 392 59 45 |
| Weitere Infos | Zur Integratoren-Seite |